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Führung Nikolaikirche
14.09.2010

Nikolaikirche

 
Das Gotteshaus wurde im Spätmittelalter als Hallenkirche neu errichtet. Die Vorgängerbauten sind immer wieder durch Brand und Kriegseinwirkungenzerstört worden. Ihre Grundmauern lassen sich zurück bis ins Jahr 1100 datieren.1925 wurde der Innenraum im Stil des Expressionismus zur Gedächtnisstätte der Gefallenen des Ersten Weltkrieges ausgebaut. Schon seit dem frühen 16. Jahrhundert ist die Nikolaikirche keine Gemeindekirche mehr. Sie war vor allem Begräbniskirche. Heute dient die Kirche als Ausstellungsgebäude. Am Hang unterhalb des städtischen Friedhofs liegt der historische Nikolaifriedhof. Seine erstmalige Erwähnung im Görlitzer Stadtbuch geht bis ins Jahr 1305 zurück. Mit seinen ältesten Grufthäusern aus der Renaissance, den Mausoleen und Grabmalen aus dem Barock und den zahlreichen klassizistischen sowie frühhistoristischen Grabmalen, Epitaphien und Schmiedearbeiten gehört diese architektonische und gärtnerische Anlage zu den Kostbarkeiten der Görlitzer Kunst- und Kulturgeschichte. Die Gruftkapellen auf dem Görlitzer Nikolaifriedhof gehören zu den Geheimnisvollsten in der Stadt. Die wohl bekannteste Grabstätte ist die des Schuhmachers und Theosophen Jakob Böhme.
 

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